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Fünf Fehler bei Google AdWords Kampagnen

Google verspricht auf der Einleitungsseite zu AdWords innerhalb von 5 Minuten ein AdWords-Konto einrichten und laufen lassen zu können. Dies ist jedoch auch für mich eine sportliche Herausforderung. Denn die Fehler, die ein ambitionierter Interessent zu Anfang unter Zeitdruck machen kann sind vielfältig. Hier nun die aus meiner Erfahrung fünf häufigsten und kostenträchtigsten Fehler bei der Einrichtung einer AdWords Kampange


Falsche Auswahl der Anzeigengebiete!

Die Reichweite des Suchnetzwerkes ist so enorm, dass es innerhalb der 5 Minuten möglich ist, Anzeigen auf der gesamten Welt auszuspielen. Die Klicks, die innerhalb kurzer Zeit auflaufen, können das Budget eines Werbetreibenden innerhalb von Augenblicken überstrapazieren. Ist die Anzeige und zugehörige Webseite nicht in englischer Sprache verfasst, erreicht die Anzeige die meisten Sucher nicht. Auch bei einer Gestaltung in englischer Sprache sollte genau überlegt werden, welche Zielregionen ausgewählt werden sollen, denn es macht nur bedingt Sinn, z.B. Anzeigen in englischer Sprache in den ehemaligen Staaten der Sowjet Union erscheinen zu lassen. Die Verbreitung der englischen Sprache ist hier in vielen Zielgruppen einfach nicht gegeben.

Falsche Begrenzungen zu Tagesbugets und Klickpreis!

Es sollten sinnvolle Begrenzungen zum Tagesbudget und Klickpreis angegeben werden. Hierbei sollte auch das empfohlene Tagesbudget von Google kritisch betrachten, welches einen Hinweis auf die Reichweitengrenze gibt. Das Tagesbudget muss zu den strategischen Zielen der Kampagne und vor allem zum gesamt veranschlagten Budget passen. Stellen sich zu wenige Klicks bei einem vernünftigen Tagesbudget ein, sollten zunächst die maximalen Klickpreise überprüft werden. Ist der Klickpreis hoch eingestellt, erscheinen die Anzeigen weit oben zu einem höchst wahrscheinlich schlechten Preis/Leistungs-Verhältnis. Hier sollte zunächst der Klickpreis minimiert und die Ergebnisse im Nachgang überprüft werden bis das richtige Verhältnis gefunden ist.

Zu wenige Keywords in Anzeigengruppen!

Häufig werden Anzeigengruppen erstellt, deren Keywordcluster nur aus einem einzigen Keyword oder eine Hand voll Keywords besteht. Der Werbetreibende ist wahrscheinlich davon überzeugt, dass nur wenige Keywords wichtig für seine Kampagnen sind. Diese Betriebsblindheit hindert die Ausnutzung von wirklich lohnenswerten Keywords. Sucher haben die unterschiedlichsten Bedürfnisse und genauso vielfältig sind die Eingaben in den Suchschlitz auf den eine Anzeigenschaltung erfolgen sollte.

Kein Conversions-Tracking installiert oder falsch konfiguriert!

Entscheidender Vorteil gegenüber Werbeinstrumenten aus der klassischen Welt sind die Möglichkeiten der Erfolgskontrolle bei Google AdWords. Essentiell bei der Beurtrielung der Leistung von AdWords Kampagne ist das so genannte Conversions-Tracking. Mit diesem Tool ist es möglich, nicht nur die Anzahl der Besucher aufzuzeichnen, sondern auch Informationen darüber zu erhalten, wer von diesen Besuchern eine gewünschte Aktion auf der Webseite durchführt. So kann die Rentabilität der gesamten Kampagne bis hinunter zum einzelnen Keyword kontrolliert, reflektiert und optimiert werden.

Nach der Einrichtung läuft die Kampagne ohne laufende Kontrolle und Optimierung weiter!

Oft mangelt es in kleinen und mittelständischen Betrieben an den entsprechenden Ressourcen und Mitarbeitern sich kontinuierlich um die Pflege und Optimierung von laufenden AdWords Kampagnen zu kümmern. Die Kampagne wurde eingerichtet und seitdem unverändert weiter betrieben, weil man mit den anfänglichen Ergebnissen zufrieden war. Meist gibt es ein böses Erwachen, wenn sich die Ergebnisse schlagartig ins Negative verändern. Spätestens jetzt sollten die Kampagnen kontrolliert werden und eine grundlegende Optimierung in Einklang mit der Zielsetzung durchgeführt werden. Kann dies intern aus Mangel an Ressourcen oder Fachkenntnissen nicht abgebildet werden, gehört die Kampagne in professionelle Hand. Der Mehrwert durch eine laufende Optimierung übersteigt nach meinen Erfahrungen immer das zu entrichtende Honorar. Kostenersparnis ist also langfristig nicht durch die Einsparung eines professionellen Kampagnen Management zu erzielen